GESELLSCHAFT, WIRTSCHAFT UND KULTUR
Eine kulturlandschaftliche Gliederung der Steiermark
Einleitung
Bei Kulturlandschaften handelt es sich um Landschaften, die durch die menschliche Nutzung geprägt werden. Zur Abgrenzung wurden einerseits Kriterien herangezogen, welche die Landschaft kennzeichnen (wie Architektur oder Siedlungsformen), andererseits fließen aber auch sozioökonomische Grundlagen in die Auswertung ein.
Kulturlandschaftsgliederung

Die in der Karte ausgewiesenen räumlichen Einheiten zeichnen sich durch jeweils eigenständige Züge in der historischen Entwicklung und der gegenwärtigen Wirtschaftsstruktur aus. Sichtbar wird dies in bestimmten persistenten Elementen der Landschaft wie etwa der traditionellen Architektur („Hauslandschaft“), den Siedlungs- und Flurformen oder der Landnutzung. Diese waren methodisch auch das erste Kriterium für die Ausgliederung der einzelnen Kulturlandschaften, deren endgültige Begrenzung (gemeindescharfe Zuordnung!) in einem zweiten Schritt auf der Basis sozioökonomischer Daten erfolgte. Es waren dies Bevölkerungsdichte, Entwicklung der Einwohnerzahlen, Pendlersaldo, Beschäftigte nach Wirtschaftssektoren, Flächennutzung und Zahl der Fremdenübernachtungen pro Einwohner.

Die insgesamt 34 Teilgebiete wurden nach Möglichkeit mit ortsüblichen, sonst mit in der geografischen Fachliteratur gebräuchlichen Namen belegt. Eine Überlagerung mit den traditionellen Begriffen Ober- und Mittelsteiermark ist möglich, ebenso wie die Verwendung des Überbegriffes „Mur-Mürz-Furche“ für die obersteirischen Kulturlandschaften „Mürztal“, „Obersteirischer Zentralraum“ und „Judenburg-Knittelfelder Becken“. Zu achten ist auf vereinzelte Namensgleichheiten mit den methodisch und inhaltlich völlig andersartigen Gebieten der Naturlandschaftsgliederung!
Die Teilgebiete können 13 Kulturlandschaftstypen zugeordnet werden, die nach den darin das Gesamterscheinungsbild der Kulturlandschaft besonders charakteristisch prägenden Wirtschaftssektoren in vier Hauptgruppen zusammengefasst werden können. In der Tabelle sind die hierfür wichtigsten Indikatoren für die gesamte Steiermark denen von Österreich gegenüber gestellt.




Quellenverzeichnis
Kartengrundlage:
Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachstelle GIS
Lehrplan Volksschule, Sachunterricht:
https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/unterricht/lp/lp_vs_7_su_14051.pdf?61ec03
Lehrplan Geographie und Wirtschaftskunde, AHS Unterstufe/NMS:
https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/unterricht/lp/ahs9_784.pdf?61ebyf
Lehrplan Geographie und Wirtschaftskunde, AHS Oberstufe:
https://www.ris.bka.gv.at/GeltendeFassung.wxe?Abfrage=Bundesnormen&Gesetzesnummer=10008568
Lehrpläne BHS (HLW und Tourismusschulen, HAK, HTL, BAfEP):
https://www.abc.berufsbildendeschulen.at/downloads/?kategorie=24
Lehrplan Biologie und Umweltkunde, AHS Unterstufe/NMS:
https://bildung.bmbwf.gv.at/schulen/unterricht/lp/ahs5_779.pdf?61ebyf
Autorinnen und Autoren
Text:
Ao. Univ. Prof. Mag. Dr. Gerhard Karl Lieb (2004)
Kartengestaltung:
Mag.a Edeltraud Pirker (2004, 2019)
Arbeitsmaterialien:
Ao. Univ. Prof. Mag. Dr. Gerhard Karl Lieb, Mag.a Dr.in Ute Hulatsch-Pietsch
Lehrplanbezüge:
Mag. Michael Lieb
Mögliche Lernziele:
Mag. Michael Lieb
Web-Bearbeitung:
Mag.a Edeltraud Pirker (2019)
Redaktionelle Bearbeitung:
Nora Schopper BA MSc