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BASISINFORMATIONEN UND GRUNDLAGEN

Basiskarten

Einleitung

Das Kapitel liefert Karten zu Topographie und Relief der Steiermark sowie eine Satellitenbildaufnahme und eine Karte der Bodenbedeckung aus dem Projekt CORINE Land Cover, einem EU-weiten Programm zur flächendeckenden Erfassung der Landbedeckung und Landnutzung.Außerdem wird eine Möglichkeit vorgestellt, wie an das Thema "Karte" in der Volksschule ansprechend herangegangen werden kann, indem persönliche Erfahrungen der Schülerinnen und Schüler in die Gestaltung eines Kartenprodukts einfließen können.




1.1.1 Physische Karte der Steiermark
1.1.1 Physische Karte der Steiermark

Physische Karte der Steiermark

Die physische Karte dient dem orientierenden Überblick über die topographischen Gegebenheiten der Steiermark. Einerseits werden die wichtigsten naturräumliche Merkmale abgebildet. Insbesondere wird das Relief durch eine Schummerung (der gedachte Schattenwurf des Geländes) und die farbliche Differenzierung der Seehöhe dargestellt. Weiters werden die wichtigsten Gebirgszüge und Gewässer der Steiermark gezeigt. Andererseits sind auch die größten Städte und Orte sowie die wichtigsten Verkehrswege der Steiermark eingezeichnet. Ein weiteres Hilfsmittel zur Orientierung sind die, wie auch in den andere Karten, in Rot eingetragenen Landes- und Bezirksgrenzen.


1.1.2 Satellitenbildkarte der Steiermark
1.1.2 Satellitenbildkarte der Steiermark

1.1.2 Satellitenbildkarte der Steiermark

Bei einem Satellitenbild wird im Gegensatz zu einem Luftbild die elektromagnetische Strahlung in den verschiedenen Wellenlängenbereichen gemessen. Bei dieser Satellitenbildkarte der Steiermark handelt es sich um eine (RGB-)Echtfarbendarstellung, zur Erstellung werden die Frequenzen des sichtbaren Lichts verwendet. Man erkennt anhand dieser Satellitenbildkarte die Landbedeckung in der Steiermark. Insbesondere lassen sich stark vom Menschen geprägte Flächen wie z.B. Siedlungs- und landwirtschaftliche Flächen gut von Wald- oder Gebirgsflächen unterscheiden. Ferner ist auch die anthropogene Flächennutzung entlang der Flusstäler sehr gut erkennbar (mehr dazu unter „4.1.1.6 Dauersiedlungsraum“).


Reliefkarte der Steiermark
Reliefkarte der Steiermark

In dieser Karte wird das Relief, also die Gestalt der Erdoberfläche der Steiermark, dargestellt. Mithilfe von Schummerungen (imaginärer Schattenbildung) kann ein Bild generiert werden, bei dem man einen dreidimensionalen Eindruck erhält. Dadurch wird der Verlauf des Geländes (Berge, Hügel, Täler etc.) gut erkennbar.


Reliefenergie der Steiermark
Reliefenergie der Steiermark



1.1.5 Seehöhen der Steiermark
1.1.5 Seehöhen der Steiermark



1.1.6 Bodenbedeckung Corine Land Cover Level L2
1.1.6 Bodenbedeckung Corine Land Cover Level L2
CORINE Land Cover ist ein in 39 europäischen Ländern einheitlich verwendetes System zur Klassifikation der Bodenbedeckung. Die Bodenbedeckung wird mittels Satellitendaten (aktuell aus den Jahren 2017 und 2018) mit einer geometrischen Auflösung von 10 m klassifiziert. Die Minimum Mapping Unit beträgt dabei 25 Hektar, das bedeutet, es werden nur Flächen mit einer Mindestgröße von 25 Hektar erfasst (bei linearen Elementen ist eine Breite von mindestens 100 Metern erforderlich). Demzufolge sind die CORINE Land Cover Daten stark generalisiert und viele kleinere Strukturen werden nicht erfasst. CORINE Land Cover besteht aus insgesamt 44 Klassen, welche verschiedene Bodenbedeckungen beschreiben. In der Steiermarkkarte sind diese wegen der Übersichtlichkeit auf die gröberen (insgesamt 13) Level 2-Klassen beschränkt. Anhand der Karte lässt sich erkennen, dass ein großer Teil der Steiermark mit Wald bedeckt ist (daher stammt der Slogan „Das Grüne Herz Österreichs“). Die Hochgebirgsregionen sind vor allem durch Strauch- und Krautvegetation sowie offenen Flächen ohne oder mit geringer Vegetation gekennzeichnet.  Die bebauten Flächen und die Ackerflächen erstrecken sich zum größten Teil im Steirischen Becken und den inneralpinen Tälern. Besonders markant ist, dass sich die Ackerflächen in der Süd- und Weststeiermark entlang der Fluss- und Bachverläufe befinden.

Quellenverzeichnis

Datengrundlage:
Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Landesstatistik Steiermark

Kartengrundlage:
Amt der Steiermärkischen Landesregierung, Fachstelle GIS

Weiterführende Literatur:
Gspurning J. (1997): Bevölkerung und Raum in der Steiermark dargestellt anhand der Ergebnisse der Großzählung 1991. – In: Beiträge zur Geographie der Steiermark. Arbeiten aus dem Institut für Geographie der Universität Graz, Bd. 35 (Festschrift für W. Leitner), 119-138.

Husa K., Wisbauer A. und Wohlschlägl H. (2004): Perspektiven der räumlichen Bevölkerungsentwicklung in Österreich seit dem Zweiten Weltkrieg. – In: Geographischer Jahresbericht aus Österreich, Doppelband LX/LXI, 9-51.

Internetquellen:
Statistik Austria: www.statistik.at
Land Steiermark: www.landesstatistik.steiermark.at

Autorinnen und Autoren

Text:
Ao. Univ. Prof. Mag. Dr. Gerhard Karl Lieb (2019)

Kartengestaltung:
Mag.a Bernadette Ebner (2004, 2019, 2025)

Web-Bearbeitung:
Mag.a Bernadette Ebner (2026)

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